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| AD TEMPUS Papier 2009. ©: Winfried Eberhardt |
Vorgestellt von: Margit Zahn
Ein Windhauch genügt. Ein Vorübergehen reicht. Dann antwortet das Papier und kommt in Bewegung. So leicht sind die Seiten, die Angela Glajcar für ihr Werk verwendet. Gleichzeitig dehnen sie sich aus, strecken sich hinauf, fallen hinunter, fächern sich auf, machen sich breit. Aus dünnem Papier, entsteht ein eigener Raum in der Kirche. Die unbeschriebenen und unbemalten Blätter bekommen plötzlich Gewicht, werden gemeinsam zu einem Körper.
Leicht und schwer:
Das ist eines der Themen der Künstlerin. Angela Glajcar ist Bildhauerin. Sie hat ursprünglich mit Holz und mit Stahl gearbeitet. Ihr Bestreben war es, das schwere Material Stahl leicht aussehen zu lassen. Beim Bau von Modellen aus Papier für ihre Skulpturen aus Stahl machte sie eine Entdeckung: Das Material Papier hat sein eigenes Gewicht. Es kann mehr. Es kann eigenständig Wirkung entfalten. Seitdem arbeitet sie vor allem mit Papier. Sie baut und hängt Skulptur um Skulptur, füllt riesige Räume an vielen Orten: in Kunsthallen und Museen, Galerien und Banken. Nach Sankt Peter in Köln im August ist dies im Herbst 2009 Angela Glajcars zweite Ausstellung in einer Kirche.
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